Häufige Fragen

Antworten zu Ablauf, Kosten und Voraussetzungen unserer ADHS- und Autismus-Diagnostik. Nutzen Sie die Suche oder springen Sie direkt zu einem Themenbereich

Allgemeines & Terminbuchung

5 Fragen
Was ist NeuroBalance?

NeuroBalance ist eine Fachpraxis für Neurologie und Psychiatrie mit Spezialisierung auf die Diagnostik von ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) im Erwachsenenalter.

Die Diagnostik erfolgt interdisziplinär unter fachärztlicher Leitung und in Zusammenarbeit mit Psycholog:innen. Dabei verbinden wir medizinische und psychologische Expertise – wissenschaftlich fundiert, individuell abgestimmt und ressourcenorientiert.

Für wen ist die Diagnostik geeignet?

Unser diagnostisches Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, bei denen der Verdacht auf ADHS und/oder eine Autismus-Spektrum-Störung besteht oder die eine entsprechende diagnostische Fragestellung fachärztlich abklären lassen möchten.

In bestimmten Konstellationen kann eine Diagnostik in unserem spezialisierten Setting nicht ausreichend sein. Dies betrifft insbesondere komplexe differenzialdiagnostische Fragestellungen, bei denen eine weiterführende psychiatrische, neurologische oder entwicklungsbezogene Abklärung erforderlich ist.

Benötige ich eine Überweisung für die Diagnostik?

Nein. Für die Buchung einer ADHS- oder Autismus-Diagnostik bei uns benötigen Sie keine Überweisung. Sie können Ihren Termin direkt über unseren Online-Kalender buchen.

Wann ist der nächste Termin verfügbar?

Alle aktuell verfügbaren Termine finden Sie direkt in unserem Online-Kalender. Da die Nachfrage nach Diagnostikterminen hoch ist, können die Wartezeiten variieren. Frei werdende Termine werden im Kalender wieder zur Buchung angezeigt.

Kann ich einen gebuchten Termin verschieben oder absagen?

Ja. Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, diesen so früh wie möglich abzusagen oder zu verschieben. Kurzfristig abgesagte Termine können häufig nicht mehr anderweitig vergeben werden.

Diagnostik – Ablauf & NeuroBalance App

5 Fragen
Wie läuft die Diagnostik ab?

Sie wählen in unserem Online-Kalender einen verfügbaren Termin und buchen diesen verbindlich. Nach der Buchung erhalten Sie eine Terminbestätigung per E-Mail mit Ihrem persönlichen Link zur Videosprechstunde. Über diesen Link nehmen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt direkt am diagnostischen Gespräch teil.

Zum vereinbarten Termin findet das diagnostische Anamnesegespräch statt – je nach gewähltem Angebot per Videosprechstunde oder vor Ort. Anschließend bearbeiten Sie die vorgesehenen psychologischen Fragebögen und Testverfahren.

Nach deren Bearbeitung erfolgt die Bezahlung. Anschließend werden alle erhobenen Informationen und Testergebnisse zusammengeführt, fachärztlich ausgewertet und der Befundbericht erstellt. Diesen erhalten Sie innerhalb der für das gebuchte Angebot angegebenen Bearbeitungszeit über die NeuroBalance App.

Welche Untersuchungen umfasst die Diagnostik?

Die Diagnostik verbindet medizinisch-fachärztliche und psychologische Diagnostik. Sie umfasst ein ausführliches Anamnesegespräch sowie standardisierte und wissenschaftlich etablierte psychologische Fragebögen und Testverfahren. Die Auswahl der Verfahren richtet sich nach der jeweiligen diagnostischen Fragestellung.

Wofür nutze ich die NeuroBalance App?

Die NeuroBalance App begleitet Sie im weiteren Verlauf Ihrer Diagnostik. Nach Abschluss der Auswertung werden Ihnen dort Ihr fachärztlicher Befundbericht und Ihre Rechnung digital bereitgestellt. Außerdem können Sie über die App einen Termin für ein Nachgespräch vereinbaren.

Bei Fragen oder Anliegen erreichen Sie uns per E-Mail.

Wie lange dauert die Diagnostik?

Für das diagnostische Gespräch bei ADHS sind in der Regel 60 Minuten vorgesehen. Bei der Autismus-Diagnostik kann das Gespräch je nach individuellem Verlauf auch länger dauern. Im Anschluss bearbeiten Sie die vorgesehenen Fragebögen und Testverfahren.

Kann die Diagnostik vollständig online durchgeführt werden?

Ja. Die Diagnostik kann vollständig online durchgeführt werden. Nach der Buchung erhalten Sie eine Terminbestätigung per E-Mail mit Ihrem persönlichen Link zur Videosprechstunde. Über diesen Link nehmen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt direkt am diagnostischen Gespräch teil.

Anschließend bearbeiten Sie die vorgesehenen Fragebögen und Testverfahren digital. Alternativ können Sie das diagnostische Gespräch auch vor Ort in unserer Praxis wahrnehmen.

Für die Videosprechstunde benötigen Sie ein internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung. Bitte nehmen Sie den Termin in einer ruhigen und ungestörten Umgebung wahr, in der ein vertrauliches Gespräch möglich ist.

Kosten, Bezahlung & Befundbericht

8 Fragen
Was kostet die Diagnostik?

Die aktuellen Kosten für unsere diagnostischen Angebote finden Sie in der jeweiligen Leistungsbeschreibung. Die Abrechnung erfolgt privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Wie funktioniert die Bezahlung?

Die Bezahlung erfolgt nach dem diagnostischen Gespräch und der Bearbeitung der Fragebögen. Wir bieten die Zahlung per Banküberweisung, SEPA-Lastschrift, Pay-Pal, Link, Google/Apple Pay und per online Kartenzahlung an. Bitte beachten Sie, dass die Auswertung erst erfolgt, nachdem das Honorar bei uns eingegangen ist. Bei dem SEPA-Lastschriftverfahren kann der Eingang des Honorars zum Beispiel bis zu 14 Tage dauern. Anschließend werden die erhobenen Befunde ausgewertet und der fachärztliche Befundbericht erstellt.

Wird die Diagnostik von der Krankenkasse übernommen?

Die Diagnostik ist eine privatärztliche Leistung und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Bei privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen kann je nach Tarif bzw. individuellen Versicherungsbedingungen eine vollständige oder teilweise Erstattung möglich sein. Bitte klären Sie eine mögliche Kostenübernahme vorab mit Ihrer Versicherung oder Beihilfestelle.

Erhalte ich einen schriftlichen Befundbericht?

Ja. Sie erhalten einen ausführlichen fachärztlichen Befundbericht mit den Ergebnissen der Diagnostik, der diagnostischen Einordnung nach ICD-11 und gezielten Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Nach Abschluss der Auswertung wird Ihnen der Befundbericht digital über die NeuroBalance App bereitgestellt.

Was passiert, wenn sich der Verdacht nicht bestätigt?

Auch wenn die diagnostischen Kriterien für ADHS bzw. eine Autismus-Spektrum-Störung nicht erfüllt sind, erhalten Sie einen ausführlichen fachärztlichen Befundbericht mit der Einordnung der erhobenen Befunde und Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Kann ich meinen Befund anschließend persönlich besprechen?

Ja. Nachdem Sie Ihren Befundbericht erhalten haben, können Sie über die NeuroBalance App einen 20-minütigen Termin für ein Nachgespräch vereinbaren.

Dieses findet mit der Person statt, die auch Ihr diagnostisches Anamnesegespräch geführt hat. Dabei können offene Fragen zum Befund und zur diagnostischen Einordnung besprochen werden.

Kann der Befundbericht bei Behörden oder anderen Institutionen verwendet werden?

Sie erhalten einen fachärztlichen Befundbericht mit diagnostischer Einordnung nach ICD-11. Welche Unterlagen und diagnostischen Klassifikationen für einen bestimmten Antrag oder Nachweis erforderlich sind, richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Behörde oder Institution.

Bitte klären Sie die dortigen Anforderungen möglichst vor Beginn der Diagnostik.

Kann eine Diagnose auch nach ICD-10 angegeben werden?

Unsere diagnostische Einordnung erfolgt nach ICD-11. Eine Übertragung auf ICD-10 ist nicht automatisch und in jedem Fall möglich, da sich die diagnostischen Kriterien und Kategorien teilweise unterscheiden.

Kann ich nach der Diagnostik bei Ihnen weiterbehandelt werden?

Unser Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik. Eine psychiatrische oder psychotherapeutische Weiterbehandlung sowie eine medikamentöse Behandlung bieten wir nicht an.

Im Befundbericht erhalten Sie Empfehlungen für das weitere Vorgehen und eine mögliche Weiterbehandlung.

Unterlagen & diagnostische Fragestellungen

3 Fragen
Brauche ich Unterlagen oder Angaben aus meiner Kindheit?

Bei der ADHS-Diagnostik sind vorhandene Unterlagen aus Kindheit und Jugend, insbesondere Schulzeugnisse oder frühere Befunde, für die diagnostische Einordnung hilfreich.

Bei der Autismus-Diagnostik ist eine Fremdanamnese zur frühen Entwicklung fester Bestandteil der Diagnostik. Hierfür füllt mindestens eine Person, die Ihre frühe Kindheit und Entwicklung gut kennt, einen strukturierten Fragebogen aus. Es können bis zu drei Personen einbezogen werden.

Kann ich vorhandene Vorbefunde und Unterlagen einreichen?

Ja. Vorhandene fachärztliche oder psychologische Befunde und andere relevante medizinische Unterlagen können im Rahmen der Diagnostik berücksichtigt werden.

Wenn Sie beispielsweise eine Autismus-Diagnostik durchführen lassen und bereits eine ADHS-Diagnose vorliegt, können entsprechende Vorbefunde für die diagnostische Einordnung hilfreich sein.

Eine Überprüfung oder Bestätigung bereits bestehender Diagnosen sowie einzelne Teiluntersuchungen bieten wir nicht an.

Kann ich ADHS und Autismus gleichzeitig abklären lassen?

Ja. Wenn sowohl der Verdacht auf ADHS als auch auf eine Autismus-Spektrum-Störung besteht, können beide Fragestellungen bei uns abgeklärt werden.

Da es sich um zwei eigenständige diagnostische Verfahren handelt, müssen die ADHS- und die Autismus-Diagnostik jeweils separat gebucht werden.

Besonderheiten der Autismus-Diagnostik

4 Fragen
Muss die Fremdanamnese durch die Eltern erfolgen?

Nicht zwingend. Entscheidend ist, dass die Person Ihre frühe Kindheit und Entwicklung möglichst gut kennt.

Neben Eltern können daher auch andere enge Bezugspersonen einbezogen werden, sofern sie verlässliche Angaben zu Ihrer frühen Entwicklung machen können.

Was ist, wenn niemand für eine Fremdanamnese zur Verfügung steht?

Bei der Autismus-Diagnostik ist die Fremdanamnese zur frühen Entwicklung ein fester Bestandteil unseres diagnostischen Vorgehens.

Wenn keine Person zur Verfügung steht, die Ihre frühe Kindheit und Entwicklung ausreichend kennt, können wir die Autismus-Diagnostik in unserem Setting nicht durchführen.

Ist eine Autismus-Diagnostik bei einer Traumafolgestörung möglich?

Bei ausgeprägten Traumafolgestörungen, insbesondere nach sehr frühen oder langanhaltenden traumatischen Erfahrungen, können sich einzelne Merkmale mit autistischen Symptomen überschneiden.

Wenn bereits die frühe Entwicklung wesentlich durch traumatische Erfahrungen geprägt wurde, ist eine zuverlässige Abgrenzung im Rahmen unserer spezialisierten Autismus-Diagnostik nicht in jedem Fall sicher möglich.

In diesem Fall empfehlen wir, die Frage nach Autismus zunächst mit den bereits behandelnden Fachpersonen zu besprechen, die Ihre Vorgeschichte kennen und über einen längeren Zeitraum einordnen können.

Ist die Autismus-Diagnostik auch für Jugendliche oder junge Erwachsene geeignet?

Unsere Autismus-Diagnostik richtet sich ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren.

Bei jungen Erwachsenen, bei denen bisher keine umfassende kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung erfolgt ist, kann zunächst eine weiterführende fachärztliche Untersuchung erforderlich sein.

Dies gilt insbesondere bei Entwicklungsauffälligkeiten oder wenn mögliche neurologische bzw. organische Ursachen bislang nicht ausreichend abgeklärt wurden. In diesen Fällen empfehlen wir zunächst eine entsprechende kinder- und jugendpsychiatrische oder neurologische Abklärung.

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